Wie funktioniert Multiprotocol Label Switching (MPLS)?

September 11th, 2004 {Artikel}

Multiprotocol Label Switching (MPLS) ist ein technischer Ansatz, der versucht, dem Traffic Management und QoS von ATM nahe zu kommen und gleichzeitig das Forwarding von IP-Paketen deutlich zu beschleunigen.

Die Wurzeln von MPLS gehen auf Mitte der 90er Jahre zurück, als versucht wurde ATM und IP miteinander zu kombinieren. Das Resultat waren erste Versuche von Ipsilon mit IP Switching, gefolgt von Cisco’s Tag Switching und IBM’s Aggregate Route-based IP Switching. Und schließlich gesellte sich auch noch Cascade’s IP Navigator dazu. Alle Produkte hatten das gleiche Ziel: Verbesserung des Durchsatzes und Verringerung der Verzögerung des Internet Protokolls (IP). Und alle verfolgten den gleichen Ansatz: Verwende ein Standardroutingprotokoll wie etwa OSPF (Open Shortest Path First) um einen Pfad zwischen zwei Endpunkten zu definieren. Anschließend bräuchte man nur noch Pakete diesen Pfaden zuzuordnen sobald sie in das Netzwerk eintreten. Die ATM-Switches, damals war nur ATM für den Transport vorgesehen, beförderten diese Pakete dann durch das Netz. ATM-Switches waren von Anfang an viel schneller als IP-Switches, so daß ein Primärziel darin bestand, soviel wie möglich auf den ATM-Layer zu bringen.

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